[aus single-generation]
In 'Irre' [1983] geht Goetz mit drei referentiell aufeinander bezogen Abschnitten den Wahnsinn an und löst die Grenzen des alltäglich Normalen auf.
Was Realität ist, wie sie produziert wird und von wem, ist mit Sicherheit nicht als neuester Fragehorizont auszuweisen, doch die Art und Weise wie es Goetzt gelingt die gesellschaftlichen Errungenschaften in Frage zu stellen, ist für jeden aktuell. Vor allem die eng verbundenen ersten beiden Abschnitte 'Sich Entfernen' und 'Drinnen' bewegen sich in ihren detaillierten Verknüpfungsarrangements an der Grenze der Nachvollziehbarkeit und benennen sich damit gegenseitig. Arzt oder Patient, die Psychosen sind beiden gewiß. Bei den Einen angesprochen, bei den Anderen überlebt, die Einen im mediziniches Vokabular vertreten, die Anderen in ihren Umgangsform Teil der 'Normalität'.
Gemäß dem Motto 'don't cry - work' ist die Funktionstüchtigkeit des Einzelnen - für was? wen? - wesentlich und steigert den Druck.
In 'Abfall für Alle', einem online-Tagebuch, nimmt Goetz vorweg was heute jeder tut.
Das Innen wird Teil des Außen, so dass sich die Ansprüche radikaler dem Außen anzupassen haben. Innen und Außen verschwimmen zu einer Oberfläche: The Pimp Generation!
und er hat noch viel mehr gemacht:
Theaterprojekte
Essays
Artikel
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was mach er jetzt eigentlich?




