Trotz der Warnung eines Kollegen vor der Gefahr einer Lobotomie lässt Doug sich die Erinnerung an einen Urlaub auf dem Mars einpflanzen, zu dem er schon immer eine Affinität verspürte. Um die Erinnerung aufzuwerten, lässt er sich zum Geheimagenten machen.
Ich gebe zu, dass dieses Zitat vielleicht ein wenig nach Zusammenhang schreit. Na gut, im Grossen und Ganzen geht es darum, dass man Erinnerungen kaufen kann, sie sich einpflanzen lassen kann und in Folge nicht mehr echte von kuenstlichen Erinnerungen unterscheiden zu vermag. Soweit ist jedenfalls der wesentliche Gedanke fuer diesen Beitrag zusammengefasst.
Letzes Jahr erschien bei zweitausendundeins ein Bildband, der den Titel des besagten Films aufgreift. Ein Bildband in dem es Bilder zu sehen gibt, die es eigentlich gar nicht gibt. Bilder von Nordkorea. Kim Yong Ils Korea. Eva Munz, Lukas Nikol und Christian Kracht durften dieses Nordkorea sehen und haben eine Inszenierung erlebt. In dem Band beschreiben sie die Situationen wie Filmszenen, denn alles was sie zu sehen bekommen ist inszeniert, ist Kunst. Besonders bizarres Beispiel ist dabei die Szene in der den Journalisten ein Filmset gezeigt wird. Auch hier wird die ganze Szene nur gespielt. Nicht nur das was vor der Kamera stattfindet ist inszeniert, sondern auch das, was hinter der Kamera passiert. Das ganze Set ist als solches also noch einmal eine grosse Inszenierung fuer die auslaendische Journalistengruppe, der dies an da der Banalitaet auffaellig wird, dass die Kameras keine Stromversorgung haben. Die totale Erinnerung. Die Wirklichkeit wird im hoechst denkbaren Mass manipuliert, ist Kunstprodukt, so dass die aus ihr entstehenden Erinnerungen Teil dieser Manipulation sind.
tastatur/francais/ss ae ...


